Endlich vom Tisch – Die SG Köndringen/Teningen bricht den Auswärtsbann beim TV Bittenfeld II
Die Vorzeichen hätten kaum schlechter stehen können. Eine Krankheitswelle im Teninger Lager ließ so gut wie jeden Spieler im Laufe der Trainingswoche zumindest zeitweise angeschlagen sein. Sebastian Endres erwischte es dabei zuletzt und stand dem Aufgebot der SG nicht zur Verfügung. Ein Grund mehr für die restliche Mannschaft, zusammenzurücken und gemeinsam die nächste schwere Auswärtsaufgabe in Bittenfeld anzugehen.
Die Anfangsphase spiegelte direkt den Charakter des Spiels wider: Bereits in der ersten Defensivaktion waren alle Spieler hellwach und ließen den 1-gegen-1-starken Hausherren keinen Freiraum, wodurch ein Ballgewinn direkt in ein schnelles Gegenstoßtor umgemünzt wurde. Die Schwarz-Gelben hatten sich vorgenommen, durch reichlich Tempo Bittenfeld unter Druck zu setzen – und das gelang in den darauffolgenden Minuten immer wieder. Die Abwehr um Schlussmann Vincent Lutz stand überragend, und in der Offensive wurde nahezu immer der freie Mann gefunden. Folgerichtig stand eine 3:7Führung für die SG zu Buche, was den gegnerischen Trainer bereits in der 10. Minute zur ersten Auszeit zwang.
Diese zeigte zunächst wenig Wirkung, jedoch konnte der TVB in Überzahl auf 7:8 verkürzen – begünstigt durch einige unnötige technische Fehler auf Teninger Seite, die insgesamt jedoch in einem überschaubaren Rahmen blieben. Beim 9:9 in der 15. Minute und 10:10 in der 17. Minute schien das Spiel ausgeglichen – zumindest kurzzeitig. Denn in den folgenden Minuten ließ die Teninger Abwehr lediglich einen gegnerischen Treffer zu, während man selbst zehn Tore erzielte. Die gut gefüllte Gemeindehalle in Bittenfeld verwandelte sich in eine regelrechte Ruhestätte – kaum jemand konnte fassen, was sich in dieser Phase abspielte. Auf Teninger Seite lief alles zusammen, während Bittenfeld weiterhin nach Lösungen suchte.
Entsprechend klar war die Vorgabe für Durchgang zwei: keinen Gang zurückschalten, sondern weiterhin mit voller Konzentration in Abwehr und Angriff agieren.
Die Dominanz der SG blieb auch im zweiten Durchgang bestehen. Es gelang immer wieder, den TVB auf Abstand zu halten. Vor allem der etatmäßige Rückraum der Gastgeber wurde nahezu komplett aus dem Spiel genommen, wodurch die Teninger die Kontrolle über das Geschehen behielten. Beim 20:28 in der 47. Minute lief den Hausherren zunehmend die Zeit davon, noch einmal ins Spiel zurückzufinden. Auch eine taktische Anpassung per Auszeit brachte nicht den gewünschten Wendepunkt – zu souverän trat die SG an diesem Abend auf.
Selbst eine zwischenzeitlich auf sechs Tore geschrumpfte Führung beim 23:29 wurde rasch wieder ausgebaut. Die Schwarz-Gelben machten deutlich, dass ein Spiel 60 Minuten dauert, und schalteten trotz komfortabler Führung keinen Gang zurück. Tor um Tor fiel im Bittenfelder Gehäuse, sodass sich der Vorsprung wieder auf zehn Treffer erhöhte – ein Abstand, der auch beim 28:38-Endstand Bestand hatte.
Mit dieser geschlossenen Mannschaftsleistung bleibt der kleine Spalt zum großen Ziel Klassenerhalt weiterhin geöffnet – auch wenn weitere Siege folgen müssen. Aus diesem Spiel kann die Mannschaft jedoch reichlich Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben schöpfen.
Am Ostermontag sind die Teninger erneut auswärts bei den Wölfen Würzburg gefordert.