Die SG stellt gegen den VfL Pfullingen ihre Heimstärke erneut unter Beweis
Nachdem die Teninger Handballer vergangenes Wochenende gegen den damaligen Tabellenführer mit 35:29 unterlagen, galt es gegen Pfullingen erneut nach etwas Zählbarem zu greifen.
Die Mannschaft war zu Beginn hellwach und zog nach dem 1:1 durch einen 5:0-Lauf bis zur 7. Minute auf 6:1 davon. Vor allem Teninger Schlussmann Clément Gaudin hatte einen immensen Anteil an dieser frühen Führung. Er entschärfte in den Anfangsminuten nahezu jeden Ball, der auf sein Tor kam. Doch das Torhüterspiel ist nur die halbe Miete einer erfolgreichen Abwehr. Jonas Meyer, der gegen Pforzheim nicht einsatzfähig war, stand wieder zur Verfügung und brachte dem Abwehrverbund die nötige Stabilität.
Fast schon unbeeindruckt von dieser frühen Führung legten die Gäste nach und konnten in der 15. Minute auf 7:6 verkürzen. In der Teninger Offensive lief nicht mehr alles so rund wie zu Beginn, wodurch der Vorsprung innerhalb von fünf torlosen Minuten geschrumpft war. Dass die Schwarz-Gelben vor allem daheim eine große Charakterstärke besitzen, bewiesen sie erneut in eigener Unterzahl: Mit einem Mann weniger ließen sie keinen Treffer Pfullingens zu und netzten selbst dreimal ein. Folgerichtig stand eine komfortable 11:7-Führung zu Buche, die in der darauffolgenden doppelten Unterzahl jedoch wieder schrumpfte. Zur Halbzeitpause zeigte die Anzeigetafel beim 14:12 einen Zwei-Tore-Vorsprung für die Hausherren.
Die Vorgabe für Durchgang zwei war klar: Die Anfangsphase durfte nicht, wie in der vergangenen Partie, verschlafen werden, um Pfullingen nicht zurück ins Spiel zu holen. Außerdem sollte mit der nötigen Konsequenz verteidigt werden, um zu Ballgewinnen und einfachen Toren über das Tempospiel zu kommen.
Die Teninger nahmen sich diese Anweisungen zu Herzen. Den 14:12-Halbzeitstand bauten sie binnen sieben Minuten auf 18:14 aus. Trotz einiger Zeitstrafen konnte die SG die Gäste auf Abstand halten und das Spiel weiterhin kontrollieren. Lediglich die 1-gegen-1-starken Spieler Pfullingens setzten immer wieder Akzente und verhinderten eine deutlichere Teninger Führung. Beim 23:21 in der 50. Minute klopften die Gäste nochmals an, waren gegen Ende jedoch chancenlos.
Auch die Einwechslung von Vincent Lutz im zweiten Teil der Halbzeit machte sich bezahlt. Er konnte sich, genau wie sein Kollege, durch mehrere sehenswerte Paraden auszeichnen, wodurch Pfullingen endgültig der Stecker gezogen wurde. Über das 25:24 zogen die Hausherren auf 28:24 in der letzten Spielminute davon. Auch das 28:25 der Gäste zum Schlusspfiff konnte den verdienten Heimerfolg nicht schmälern. Somit wandern die nächsten zwei Zähler auf das Punktekonto, und die SG verlässt einen abstiegsgefährdeten Tabellenplatz.
Kommendes Wochenende sind die Teninger Handballer zu Gast beim Bundesliganachwuchs HC Erlangen II. Hier wollen die Schwarz-Gelben den Aufwärtstrend der vergangenen vier Spiele fortsetzen.