Ludwig-Jahn-Halle, Teningen

33:33

January 17, 2026

SG Köndringen/Teningen
33
33
TuS Fürstenfeldbruck

Match Details

Schmerzhafter Start in die Rückrunde – Die SG vergibt am Ende einen sicher geglaubten Sieg

Als es zum Rückrundenauftakt in der Teninger Ludwig-JahnHalle hieß Tabellenschlusslicht gegen Drittletzten, war allen Beteiligten klar, dass hier der Abstiegskampf auf der Tagesordnung stand. Mit einigen positiven Erlebnissen aus den vergangenen Heimspielen wollten sich die Teninger Handballer nichts nehmen lassen und von Beginn an zeigen, dass die wichtigen Punkte in heimischer Halle verbleiben sollen. Doch es kam anders.
Die junge Truppe aus Fürstenfeldbruck legte mit dem 0:1 vor und zog binnen sechs Minuten auf 2:5 davon, wodurch sie sich erstmals einen kleinen Vorsprung erarbeiteten. Etwas Wurfpech auf Seiten der SG begünstigte diesen frühen Rückstand. Unbeeindruckt davon glichen die Schwarz-Gelben in der 9. Minute wieder zum 9:9 aus. Vor allem Vincent Lutz im Teninger Kasten machte einen guten Job und nahm den Gästen sogar den ein oder anderen freien Wurf ab. Im eigenen Angriff wusste vor allem Maurice Bührer zu überzeugen, der immer wieder in gute Abschlusssituationen gebracht wurde und diese eiskalt nutzte.
Die größeren Probleme bestanden in der Defensive, wo die Teninger oftmals gegen die 1-gegen-1-starken Gegenspieler das Nachsehen hatten. Zudem schlichen sich unnötige technische Fehler ins eigene Angriffsspiel ein, wodurch die Gäste zu einfachen Gegenstoßtoren eingeladen wurden. Nach einem 0:4-Lauf ging es für beide Mannschaften beim Stand von 15:19 in die Kabinen. Die Devise war klar: Die einfachen Fehler müssen abgestellt werden, um wieder heranzukommen. Außerdem musste die Abwehr wieder hart, aber fair verteidigen, um den Gästeangriff vor größere Probleme zu stellen.
Letzteres zeigte direkt Wirkung. Fürstenfeldbruck musste deutlich mehr Kraft investieren, um sich Torchancen zu erarbeiten. Auch der eigene Angriff fand zunehmend besser ins Spiel, wenngleich erneut phasenweise Schwächen auftraten. Beim 25:25 in der 44. Minute war der Ausgleich wiederhergestellt, das Momentum schien zu den Hausherren zu kippen. Doch die Gäste hatten etwas dagegen und zogen mit zwei schnellen Treffern auf 25:27 davon. Trainer Ivan Mlinarevic intervenierte sofort mit einer Auszeit, um einen deutlicheren Rückstand zu verhindern – mit Erfolg. Die Teninger kämpften sich zurück und stellten beim 27:27 erneut auf pari.
Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Über das 28:28 und 29:29 bis hin zum 31:31 in der 57. Minute wechselte die Führung ständig. Zwei eigene Treffer sorgten schließlich für das 33:31 bei noch 39 verbleibenden Sekunden. In der Halle glaubten nun alle an einen sicheren Sieg der Schwarz-Gelben – selbst bei einem schnellen Gegentreffer schien genügend Zeit, um die Uhr herunterzuspielen und Fürstenfeldbruck keinen weiteren Abschluss mehr zu ermöglichen.
Doch es kam anders als erhofft. Die Gäste verkürzten erwartungsgemäß schnell auf minus eins. Ein überhasteter Abschluss der SG, der nicht den Weg ins Tor fand, gab dem Gegner erneut die Chance zum Ausgleich. Die Uhr zeigte 59:59, als das 33:33 fiel. Eine Sekunde später prallten zwei Gefühlswelten aufeinander: Fürstenfeldbruck jubelte über den Punktgewinn in letzter Sekunde, während den Teninger Handballern die Enttäuschung über den aus der Hand gegebenen Sieg deutlich anzusehen war. Nach rund 50 Minuten im Rückstand hatte sich die SG den möglichen Sieg hart erarbeitet – und diesen am Ende doch noch leichtfertig vergeben.
Nichtsdestotrotz heißt es, den Blick nach vorne zu richten. Das Ziel Klassenerhalt bleibt weiterhin erreichbar. Kommendes Wochenende will die SG beim Zweitligaabsteiger Konstanz den nächsten Anlauf nehmen.

Abonniere unseren Newsletter um Neuigkeiten nicht zu verpassen!

Thank you! Your submission has been received!
Oops! Something went wrong while submitting the form.