C-Jungs mit Last-Minute-Punkt

HSG Konstanz - SG Köndringen/Teningen 24:24 (10:9)

Mit einem kleinen Kader von 10 Spielern, darunter wiederum mit Fynn und Oli Wiens zwei D-Jugendlichen und zudem drei nominellen Torhütern startete die C-Jugend am Samstag zur langen Auswärtsfahrt an den Bodensee. Die Jungs hatten aber gut trainiert, zudem hatte sich alle klar darauf eingeschworen, nicht in die klassische Lethargie bei den Bodenseefahrten – wie bereits beim Spiel in Rielasingen passiert – zu verfallen. Also startete man früh, machte noch einen längeren Halt am Rasthaus „Hegau-Blick“ um dann auch noch vor dem Spiel eine Runde Frischluft-Joggen zu gehen.

Es hatte genutzt, denn die Jungs waren wirklich von Anfang an wach und setzten das im Laufe der Woche besprochene um. Hinten wurden engagiert und konzentriert verteidigt, das einzige was einer klaren Führung entgegenstand, war der Torhüter der HSG. Der hielt wirklich sensationell, holte in der ersten Halbzeit circa 15 freie und überwiegend gute Würfe, darunter zudem alle vier Siebenmeter. Das hielt die HSG im Spiel, die sogar mit einer leichten Führung in die Pause gehen durfte.

In der Halbzeit gab es daher neben Lob von Trainer Manfred Bickel auch einige Korrekturen, zudem sollte Vincent jetzt draußen spielen, um mir seiner Körpergröße am Kreis besser agieren zu können. Das überraschte die Konstanzer, zudem trafen die Jungs jetzt besser, mit einem 8:4-Lauf drehten die Jungs bis zum 14:17 das Spiel. Leider kam dann der anscheinend übliche Einbruch ab der 35. Minute. Schlechtere Würfe, einige Löcher in der Abwehr und auf der Torlinie bescherten der HSG ihrerseits einen 9:2-Lauf zum 23:19, womit das Spiel vier Minuten vor Schluss eigentlich verloren war. Manfred reagierte mit einer offensiveren 3:3-Abwehr, die Jungs in der vorderen Reihe reagierten ebenfalls, holten sich die Bälle vom überraschten Gegner und machten diese vorne auch rein. Colin traf 40 Sekunden vor Schluss zum vorerst erlösenden 23:23-Ausgleich, aber noch waren eben diese 40 Sekunden zu spielen. Die HSG nahm zehn Sekunden später ihre Auszeit und traf unglücklicherweise mit einem nicht ganz regulären Tor zehn Sekunden vor Schluss zur erneuten Führung. Aber die Jungs hatten verstanden: Pass vor Justin zum Anwurfpunkt, schnelle Mitte durch Max, Pass von David zu Vincent an den Kreis, der nur noch siebenmeterreif gestoppt werden konnte, Pfiff durch das gut leitende Schiedsrichtergespann und Schlusssirene. Nur den folgenden Siebenmeter werfen wollte eigentlich keiner, also musste Max halt ran. Aber auch der hatte verstanden und traf eine Minute nach dem Schlusspfiff souverän zum vielumjubelten Ausgleichstreffer. Die Enttäuschung auf Seiten der HSG war verständlicherweise groß, aber man war sich trotzdem einig, dass dies ein gerechtes Ergebnis zweier engagierter aber fair aufspielender Mannschaften war.

Auch dieses Spiel zeigte, wie eng die Südbadenliga Süd ist. Eigentlich kann fast jeder jeden schlagen - so lange alle Spieler an Bord sind. Nur die JSG Hegau (Steisslingen/Singen), die allerdings zu Saisonbeginn alle Singener Spieler an Rielasingen verloren hatte, hängt da etwas hinterher. Gegen eben jene JSG bestreiten die C-Jungs ihr nächstes Spiel, leider erst in zwei Wochen.

Es spielten: Vincent Lutz (Tor/1), Justin Preg (Tor), David Kammerer, Max Kunkler (11/3), Oliver Bührer (2), Colin Fischer (6), Keanu Zimmermann, Sinas Adam (1), Fynn Huber und Oliver Wiens (3)

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