Spielbericht zur Heimniederlage gegen Dansenberg

Führung verspielt

SG Köndringen/Teningen mal wieder im Pech
Am gestrigen Samstagabend setze es eine erneute Heimniederlage für das nun endgültig abgestiegene Team der SG Köndringen/Teningen. Gegen den Aufsteiger TuS 04 Dansenberg, der selber im Abstiegskampf unbedingt auf die Punkte in Teningen angewiesen war, verlor man, mal wieder nach zwischenzeitlicher Führung, auf der Zielgeraden. Trotz der aussichtlosen Tabellensituation ging die Mannschaft hochmotiviert ins Spiel, da man aus dem Hinspiel noch gut im Gedächtnis hatte, mit welch unfairer Spielweise Dansenberg gewonnen hatte und wie überfordert das Schiedsrichtergespann gewesen ist, welches diverse Tätlichkeiten, Schläge ins Gesicht etc. nicht geahndet hatte. 

Alexander Velz überragt in einer ausgeglichenen Halbzeit
Das Spiel begann sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften versuchten in der Abwehr stabil zu stehen und dementsprechend liefen die ersten Angrifssbemühungen schleppend. Jedoch musste die SG nach Zeitstrafen gegen Skrobic und Zank insgesamt vier Minuten in Unterzahl spielen, was jedoch durch eine gute Beinarbeit ausgeglichen werden konnte, sodass ich Dansenberg nicht absetzen konnte. Immer wieder auszeichnen konnte sich auch A-Jugend Torhüter Vincent Lutz, der für den verletzten Tomas Suba in den Kader gerückt war und von Trainer Ole Andersen von Anfang an das Vertrauen bekam. Dem Spielverlauf entsprechend ging es auch mit 15:15 in die Halbzeit.

Wieder zum Schluss eine Führung verspielt
Im zweiten Durchgang legte man los wie die Feuerwehr. Tore von Bührer, Fischer und Spinner innerhalb von zwei Minuten zwangen den Trainer vom TuS Dansenberg direkt zu einer Auszeit. Anschließend berappelte sich sein Team wieder, konnte jedoch bis zur 50. Minute nicht mehr ausgleichen. Die SG war nun immer mit zwei bis vier Toren vorne. Im Angriff spielten Velz und Fischer groß auf, die Abwehr um Lukas Zank stand kompakt und dahinter parierte Vincent Lutz fleißig weiter Bälle. Allerdings zeigte sich nun die indivduelle Klasse der Dansenberger, gepaart mit vollkommen unnötigen theatralischen Aktionen, die sie eigentlich gar nicht nötig hätten. Leider ließen sich die Schiedsrichter nach Schauspieleinlagen von Munzinger und Megalooiknomou dazu verleiten Lukas Zank aus völlig unerklärlichen Gründen die Rote Karte zu geben, nachdem ein Dansenberger Schütze aus sieben Metern einen Sprungwurf ansetzen wollte und überraschenderweise ein Teninger Doppelblock bestehend aus Zank und Fischer zwischen ihm und dem Tor auftauchte. Der Schütze prallte unsanft von den kräftigen Burschen ab, die beide ihre Arme jeweils zum Block in die Luft gestreckt hatten und demnach nicht im Gesicht des Schützen sein konnten und die Schiris zeigten Rot. Als eine Minute später auch Pascal Fleig berechtigterweise mit 2min vom Platz gestellt wurde, wieder begleitet von einer großen Theatralik auf Dansenberger Seite inklusive Rudelbildung, konnte das Spiel gedreht werden und Teningen schaffte es nicht mehr wieder in die Spur zu kommen. Ein ganz klarer 7m der nicht gegeben wurde hat da sicherlich auch nicht weitergeholfen.

Unangenehme Gäste
Abgerundet wurde der gute sportliche Eindruck des sympathischen Gegners aus der Pfalz von seinen stark alkoholisierten Anhängern die immer wieder durch rüde Pöbeleien und Rangeleien auffielen und sich auch weigerten den Anweisungen der Ordner, die Halle doch bitte zu verlassen, Folge zu leisten, was wiederum zu weiteren Tumulten führte. Beste Werbung für den Handballsport also die da aus Kaiserslautern in die Welt getragen wird.
Die nächsten zwei Wochenende geht es auswärts nach Oftersheim und Pforzheim bevor es abschießend zum letzten Heim- und Saisonspiel am 05.05.18 gegen den TSB Heilbronn-Horkheim kommt. Anpfiff ist dann bereits um 19:00 in der Ludwig-Jahn-Halle.

SG Köndringen/Teningen: Lutz, Birkenheuer; Skrobic (1), Silberer (1), Zank (4), Simak, Spinner (1), Bührer (1), Zipf (2), Velz (11/2), Fleig, Beering, Fischer (10/1).
TuS 04 Dansenberg: Röll, Hottgenroth; Huber, Aranda (4), Megalooiknomou (1), Seitz, Eisel (6/2), Jung, Schulze (4), Munzinger (5), Lammering, Claussen (3), Klee, Laurent (11/1)

Von Jan Lennart Beering

 

 

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